Tork-Studie: 4 von 5 Personen unzufrieden mit öffentlichen Waschräumen1
29.07.2025
56 Prozent der Menschen ziehen daraus Konsequenzen und das wirkt sich schnell auf Ruf und Umsatz eines Unternehmens aus.
Tork, eine Marke von Essity und weltweit führend im Bereich professioneller Hygiene, hat die Ergebnisse einer globalen Umfrage unter Waschraumnutzer*innen und Reinigungspersonal veröffentlicht, in der die Einstellungen zur Hygiene in öffentlichen Toiletten untersucht wurden. Mit kontinuierlichem Engagement für inklusive Hygiene macht Tork darauf aufmerksam, wie sichtbare und unsichtbare Barrieren Menschen in öffentlichen Waschräumen daran hindern, ihre Bedürfnisse zu erfüllen – mit spürbaren Auswirkungen für Unternehmen.
Öffentliche Räume und Arbeitsplätze sind inzwischen häufig so gestaltet, dass sie unterschiedliche körperliche Bedürfnisse und Lebensumstände berücksichtigen – zum Beispiel durch barrierefreie Zugänge für Menschen im Rollstuhl. Dennoch bleiben viele unsichtbare Barrieren bestehen, denn 94 Prozent der Personen, die von physischen oder kognitiven Schwierigkeiten berichten, nutzen keinen Rollstuhl. Die Tork Insight Umfrage zeigt: Viele Bedürfnisse werden bei der Ausstattung und dem Design von Waschräumen bislang nicht ausreichend berücksichtigt. Tatsächlich zählt sich jede zweite Person zu einer Gruppe, die unsichtbaren Barrieren beim Zugang zu Hygiene in öffentlichen Waschräumen begegnet2 – das heißt, die Gestaltung der vorhandenen Umgebung passt nicht zu ihren individuellen Fähigkeiten. Es gibt verschiedene Gründe, warum Menschen öffentliche Waschräume meiden oder sich dort nicht wohlfühlen. Dazu gehören zum Beispiel Sorgen um die Sauberkeit, Angsterkrankungen, eine hohe Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen oder Gerüchen sowie Paruresis – eine Form der Blasenangst.
„Die meisten Menschen fühlen sich auf öffentlichen Toiletten unwohl – besonders Personen mit körperlichen oder kognitiven Einschränkungen erleben neben allgemeinen Hygienebedenken Barrieren, die ihnen den Zugang zu Hygiene erschweren“, so Oliver Obel, Vice President Sales und Marketing Professional Hygiene bei Essity. „Wenn Waschräume den vielfältigen Bedürfnissen nicht gerecht werden, schadet das auch dem Ruf und dem Umsatz eines Unternehmens. Deshalb ist ‚Hygiene für alle‘ ein zentraler Pfeiler unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Mit unserem Fokus auf inklusive Hygiene unterstützen wir Unternehmen dabei, bessere Erfahrungen für alle Beteiligten zu schaffen – einschließlich des Reinigungspersonals, das diese wichtigen Räume instand hält.“
Die Tork-Umfrage unter 11.500 Personen in elf Ländern zeigt: Die Erwartungen an Hygiene und Sauberkeit in öffentlichen Waschräumen sind hoch. In Deutschland erwarten zum Beispiel zwei Drittel der Restaurantbesucher*innen (70 %) und jeder zweite Büromitarbeitende (54 %) ein mittleres bis hohes Hygieneniveau. Mehr als vier von fünf Personen haben jedoch regelmäßig Grund zur Beanstandung von öffentlichen Toiletten (82 %). Schon 77 Prozent der Befragten ohne Einschränkungen haben große Hygienebedenken in öffentlichen Räumen – bei Menschen mit zum Beispiel Keimphobie oder anderen Ängsten ist dieser Wert sogar noch höher. Nur 15 Prozent der Menschen mit kognitiven oder körperlichen Einschränkungen sagen zudem, dass öffentliche Waschräume immer ihre Erwartungen erfüllen – das ist noch weniger als bei Menschen ohne Einschränkungen (20 %).
Unzureichende Waschräume wirken sich auf die Gästezufriedenheit aus
Werden die Erwartungen an Sauberkeit nicht erfüllt, fühlen sich Menschen angewidert (28 %), frustriert (22 %) oder unwohl (21 %). Daraus ergeben sich konkrete Verhaltensänderungen. Gründe für das Meiden von Waschräumen sind nach Angaben der Befragten: mangelnde Hygiene (am häufigsten genannt), unangenehme Gerüche, fehlende Seife oder Toilettenpapier sowie langes Anstehen und unzureichende Privatsphäre. Für Unternehmen haben die schlechten Erfahrungen der Waschraumnutzer*innen messbare Folgen:
- 26 Prozent haben wegen des Zustands des Waschraums bereits einen Veranstaltungsort früher verlassen, fast jeder Fünfte (18 %) kam anschließend nicht wieder
- 14 Prozent beschwerten sich bei dem Personal oder der Geschäftsführung
- 10 Prozent haben bewusst weniger gegessen oder getrunken, um den Gang zur Toilette zu vermeiden – mit direkter Auswirkung auf den Umsatz des Unternehmens
- 10 Prozent haben Freunden vom Besuch des Ortes abgeraten, 5 Prozent eine negative Online-Bewertung abgegeben
- Jede vierte Person hat aufgrund schlechter Waschräume weniger Zeit am Arbeitsplatz verbracht – was sich auf Mitarbeitermotivation und Produktivität auswirkt
Reinigungspersonal häufig überlastet
Auch die Herausforderungen für Reinigungskräfte wurden in der Tork-Umfrage untersucht.3 38 Prozent berichten von körperlichen oder psychischen Belastungen durch ihre Arbeit. Mehr als die Hälfte von ihnen (53 %) fühlt sich gestresst, was sich bei etwa einem Viertel negativ auf die Qualität ihrer Arbeit auswirkt (28 %), und rund zwei Drittel (67 %) bemängeln die unzureichende Unterstützung durch ihren Arbeitgeber. 12 Prozent haben ihren Job im Reinigungsbereich bereits aufgegeben – nicht wegen der Bezahlung, sondern wegen Überlastung und Burnout. Eine geringe Zufriedenheit im Team und hohe Fluktuation wirken sich direkt auf die Sauberkeit von Einrichtungen und das Nutzungserlebnis aus und führen zu hohen Kosten für die Einstellung und Einarbeitung neuer Mitarbeitender. Darüber hinaus berichtet fast ein Viertel der Reinigungskräfte (22 %) von körperlich herausfordernden Aufgaben wie dem Tragen von schweren Gegenständen oder dem Nachfüllen von Spendern. Fast jeder Fünfte hat zudem bereits Erfahrungen mit aggressiven Reinigungsmitteln gemacht, die zu Hautproblemen wie etwa Ekzemen, Verbrennungen oder Ausschlägen führen.
Gute Voraussetzungen für inklusive Hygiene und das Reinigungspersonal wirken sich positiv auf den Geschäftserfolg aus. Erfahren Sie, wie inklusive Hygienelösungen Unternehmen stärken können – mehr dazu finden Sie unter: www.torkglobal.com/de/de/ueber/inklusive-hygiene
Fußnoten:
1Tork Insight-Umfrage 2025, durchgeführt in den USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Mexiko, Kanada, Australien, Spanien, Schweden, den Niederlanden und Polen unter 11.500 Personen aus der Allgemeinbevölkerung und 1.000 Reinigungskräften.
2Ebenda. Die Befragten gaben an, unter anderem diagnostizierte oder selbst diagnostizierte körperliche/kognitive Beschwerden zu haben, z. B. Ekzeme, chronische Schmerzen, allgemeine Angstzustände, Klaustrophobie.
3Tork Insight-Umfrage 2025, durchgeführt unter 1.000 Reinigungskräften in den USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Mexiko, Kanada, Spanien, Schweden, den Niederlanden und Polen.