Ein Reinigungskraft füllt einen an der Wand befestigten Spender mit Papiertüchern in einem öffentlichen Toilettenraum nach

 

Tork-Umfrage zeigt: Reinigungspersonal ist erheblichem Stress und gesundheitlichen Herausforderungen ausgesetzt

31.03.2026

Für die öffentliche Gesundheit und den reibungslosen Geschäftsbetrieb sind Reinigungskräfte unverzichtbar, doch eine Studie von Tork, der weltweit führenden Marke für professionelle Hygiene von Essity, zeigt, dass sich eine überwältigende Mehrheit der Reinigungskräfte aufgrund ihrer Arbeit mit körperlichen (90 %) und psychischen (83 %) Problemen konfrontiert sieht.1 Die Ergebnisse belegen auch, dass es im Facility Management mehr Möglichkeiten gibt, um Teams zu unterstützen und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden sowie die Unternehmensleistung zu verbessern.

Mehr als die Hälfte (53 %) der befragten Reinigungskräfte gibt an, sich aufgrund der Arbeitsbedingungen regelmäßig gestresst zu fühlen. Sie führen an, dass ihnen oft geeignete persönliche Schutzausrüstung fehlt, sie aggressiven Chemikalien ausgesetzt sind und das Gefühl haben, dass ihre Arbeit unterschätzt wird. Etwa sieben von zehn Befragten geben an, dass sie sich von ihrem Arbeitgeber in Bezug auf ihr psychisches oder physisches Wohlbefinden nicht unterstützt fühlen. Dies führt zu einer höheren Fluktuation: 30 Prozent haben aufgrund mangelnder Anerkennung und Burnout bereits gekündigt – Faktoren, die nichts mit der Bezahlung zu tun haben. Ungefähr jeder Vierte (28 %) gibt zudem an, dass gesundheitliche Probleme am Arbeitsplatz die Qualität ihrer Arbeit beeinträchtigen.

„Angesichts des Tempos und des Drucks, unter dem Facility Manager und Facility-Service-Unternehmen arbeiten, kann es schwierig sein, sich ein umfassendes Bild davon zu machen, was Reinigungskräfte tagtäglich erleben“, sagt Ineke van den Bemt, Segment Marketing Manager Professional Hygiene bei Essity. „Die Studie zeigt, wie schnell Burnout auftritt, wenn sich Teams nicht unterstützt fühlen, und dass dies zu kostspieliger Fluktuation, Personalengpässen und einem Rückgang der Gesamtleistung einer Einrichtung führen kann. Die Ergebnisse verdeutlichen, was Mitarbeitende am meisten schätzen, und bieten Führungskräften von Reinigungsteams einen praktischen Leitfaden zur Stärkung des Wohlbefindens der Mitarbeitenden, zur Förderung der Mitarbeiterbindung und zur Aufrechterhaltung gleichbleibend hoher Standards an allen Standorten.“

Die Tork Studie bietet Einblicke in die Arbeitserfahrungen, die für Reinigungskräfte am wichtigsten sind, um die Mitarbeiterbindung und das Wohlbefinden zu steigern:

  • Gleichbehandlung und Respekt für alle Mitarbeitende (35 %)
  • Eine einladende Arbeitsplatzkultur (30 %)
  • Richtig platzierte und leicht zugängliche Reinigungsmittel (25 %), wie z. B. benutzerfreundliche Produkte und einfach zu handhabende Nachfüllpackungen 
  • Unterstützende Führung (19 %)


Die Auswirkungen auf das Unternehmen 

„Im Rahmen der Studie wurden auch Waschraumnutzer*innen befragt, und mehr als 50 Prozent der Menschen ergreifen Maßnahmen nach einer negativen Toilettenerfahrung“, fährt Ineke van den Bemt fort. „Dazu gehören das Verlassen eines Lokals, das Verfassen einer negativen Online-Bewertung oder geringere Ausgaben für Speisen und Getränke, um den Gang zur Toilette zu vermeiden. Negative Erfahrungen in öffentlichen Waschräumen haben nachweislich Auswirkungen auf den Ruf und den Umsatz eines Unternehmens, und Reinigungskräfte spielen eine wesentliche Rolle dabei, ein Waschraumerlebnis zu schaffen, das im positiven Sinne in Erinnerung bleibt. Facility-Manager*innen profitieren also davon, wenn sie ihre Abläufe anpassen und so das Wohlbefinden des Reinigungspersonals verbessern. Dies kann dazu beitragen, die Mitarbeiterbindung zu stärken und die Reinigungsqualität sowie die Zufriedenheit der Gäste zu steigern.“

Zu den Maßnahmen, die Unternehmen ergreifen können, gehören:

  • Anerkennung und Würdigung der Arbeit des Reinigungspersonals durch sichtbare Wertschätzung, wie z. B. Beschilderungen und Ehrungstage („Mitarbeiter*in des Monats“)
  • Regelmäßige Befragung des Reinigungspersonals zu dessen täglichen Bedürfnissen und wann immer möglich Bereitstellung zugänglicher und benutzerfreundlicher Ausrüstung
  • Bereitstellung von Schulungen und Informationen, um die Sicherheit beim Umgang mit Reinigungschemikalien oder -geräten zu gewährleisten
  • Einführung unterstützender Maßnahmen wie z. B. Wellness-Programmen


Diese Studienergebnisse sind Teil der Tork Initiative für inklusive Hygiene in öffentlichen Waschräumen. Kern dieses Engagements ist die Identifizierung von unsichtbaren Barrieren, die verhindern, dass öffentliche Waschräume den Bedürfnissen sowohl des Reinigungspersonals als auch der Nutzenden gerecht werden, sowie die daraus resultierenden Auswirkungen auf Unternehmen. Im Rahmen der Studie wurden 1.000 Reinigungskräfte in zehn Ländern befragt: USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Mexiko, Kanada, Spanien, Schweden, Niederlande und Polen. Untersucht wurde die Einstellung zur Hygiene in öffentlichen Waschräumen.

Um mehr über die Ergebnisse zu erfahren und darüber, was Ihr Unternehmen tun kann, um dies zu unterstützen, besuchen Sie bitte www.torkglobal.com/de/de/ueber/inklusive-hygiene.


Fußnoten:

1 Tork Insight Survey 2025, durchgeführt unter 1.000 Reinigungskräften in den USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Mexiko, Kanada, Spanien, Schweden, den Niederlanden und Polen.